EEH Hoyerswerda
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Klimaschutz beginnt auf der Johanneum-Turnhalle

Energie Erzeugungsgesellschaft Hoyerswerda nimmt die erste von drei Solaranlagen in Betrieb

Hoyerswerda. Die Fotovoltaikanlage auf dem Turnhallendach des Christlichen Gymnasiums „Johanneum“ ist am Montag offiziell von der Energie Erzeugungsgesellschaft Hoyerswerda (EEH) in Betrieb genommen worden. In den vergangenen Wochen waren von dem Tochterunternehmen der Städtischen Wirtschaftsbetriebe 280 Module mit einer Gesamtfläche von 450 Quadratmetern installiert worden.

An einem durchgängigen Sonnentag sollen sie eine Spitzenleistung von 68 KWp erreichen können. Nach zehn Jahren soll sich die Solar-Anlage refinanziert haben, die auf 20 bis 30 Jahre ausgelegt ist und einen Jahresertrag von rund 60 000 Kilowattstunden (KWh) erreichen soll. Das entspricht der Versorgung von 40 Ein-Personen-Haushalten.

Den offiziellen Startschuss für die Anlage nahmen EEH-Geschäftsführer Thomas Schmidt, Baudezernent Dietmar Wolf, Geschäftsführer Steffen Grigas von den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda (VBH) und Schulleiter Günter Kiefer vor. Zumindest symbolisch; bereits seit Freitag hat die Anlage rund 1000 KW ins Stromnetz eingespeist. Am Monitor, der im unteren Foyer angebracht ist, können die Werte abgelesen werden. Doch typisch Vorführeffekt: Am Montag machte ein Serverausfall einen Strich durch die Rechnung. Das beeinträchtigte die Anlage nicht, so Schmidt. Mit dem Erlös soll auch einem Schüler aus einer sozialschwachen Familie das Schulgeld für zwei Jahre finanziert werden. Der EEH-Geschäftsführer überreichte Schulfördervereinsvorstand Friedhart Vogel einen Scheck über 1349 Euro.

Er sei stolz, so Schmidt, dass das junge Unternehmen mit dem ersten Projekt neben der Kohlendioxideinsparung auch eine Wertschöpfung geschaffen habe und das Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt umsetze. Noch in diesem Jahr soll auch die etwas größere Solaranlage am Lessing-Gymnasium in Betrieb gehen, bis Ende 2012 entsteht auf dem Gelände der alten Kläranlage eine 1,8 Megawatt-Anlage. Von Ulrike Herzger

Lausitzer Rundschau vom 20. Dezember 2011