EEH Hoyerswerda
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Stadtrat beruft Geschäftsführer für neue Öko-Energie-Firma

Pulsnitzer Thomas Schmidt tritt Dienst in vier Wochen an

Hoyerswerda. Die neue Energie Erzeugungsgesellschaft EEH kann in den nächsten Wochen mit ihrer Geschäftstätigkeit (siehe Kasten) beginnen. Bei Enthaltung durch Maritta Albrecht (SPD) und Detlef Niemz (Linke) billigte der Stadtrat am Dienstag die Berufung des gebürtigen Dippoldiswalders Thomas Schmidt zum Geschäftsführer.

Schmidt, der derzeit in Pulsnitz eine Management-Beratung betreibt, soll den Posten im Mai antreten. Ich will den Erfolg in die Region holen. Ziel ist es, hier die Wertschöpfung zu steigern“, erklärte der 49-Jährige den Stadträten und fügte an: „Wir wollen natürlich auch direkte sowie indirekte Arbeitsplätze schaffen.“

Thomas Schmidt kündigte eine enge Zusammenarbeit mit lokaler Politik sowie Wirtschaft an und schloss dabei ausdrücklich auch die Versorgungsbetriebe (VBH) und deren Minderheits-Anteilseigner Verbundnetzgas, Spreegas und enviaM ein. Es gehe nicht um Konkurrenz zu deren Kerngeschäften Strom- und Gasversorgung. Es sei nicht möglich, dass die Stadt sich kurzfristig komplett alleine mit Energie versorge: „Dafür sind schließlich auch Investitionen nötig.“ Schmidt hatte sich unter acht möglichen Kandidaten für den Geschäftsführer-Posten durchgesetzt. Er sagt, ihm gefielen die Stadt Hoyerswerda und ihr näheres Umland gut. Einschätzen kann er das nicht nur wegen der relativen Nähe zu Pulsnitz. Seine Frau, so Schmidt, sei schon seit einigen Jahren beruflich in Hoyerswerda tätig: „Mir gefallen natürlich die neu entstehende Seenlandschaft und die Hoyerswerdaer Altstadt. Ich finde aber auch gut, wie die Neubausiedlungen zurückgebaut und neu gestaltet werden. Nach der Wende ist hier eine sehr attraktive Stadt entstanden, der nur eines fehlt – nämlich etwas mehr  Wirtschaftskraft.“

Dafür soll nun die EEH sorgen. Für den Gang zum Notar zwecks offizieller Firmengründung gibt es laut Schmidt bereits einen Termin. Dann solle es zunächst an die wirtschaftliche Bewertung und Umsetzung der schon von den Städtischen Wirtschaftsbetrieben, also der EEH-Mutter, vorbereiteten Projekte gehen. Im Gespräch sind etwa ein Solarpark auf einer Freifläche oder der Bau dezentraler Blockheizkraftwerke.

Lausitzer Rundschau vom 31. März 2011