EEH Hoyerswerda
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Pilzproduktion soll verdoppelt werden

EEH Hoyerswerda will mit Integra-Anlagen 2014 schwarze Zahlen schreiben

HOYERSWERDA. Bereits 2014 soll in Kühnicht wieder mit der Pilzproduktion Geld verdient werden. Das hat die Energie Erzeugungsgesellschaft Hoyerswerda (EEH) am Montag bei einem Vororttermin bekräftigt.

Das kommunale Unternehmen hat die Produktionsanlagen des insolventen Shii-Take-Herstellers gekauft. Die Ausgaben des Unternehmens sollen stark reduziert, die Einnahmen erhöht werden. "Die Energieeffizienz muss optimiert werden", sagte EEH-Mitarbeiter Alex Baier, der die Produktionsleitung für die Pilzherstellung übernommen hat.

So soll eine neue Dämmung im Trockenraum - hier reift das Substrat für die Pilze sechs Monate - eingezogen werden, damit nicht so viel Wärme nach außen abgegeben wird. Gleichzeitig ist geplant, die verbrauchsstarke Öl- und Kohleheizung durch Fernwärme oder eine Gasheizung zu ersetzen. Zudem soll ein dringend benötigter Kühlraum eingerichtet werden, der für eine ertragreiche Pilzproduktion enorm wichtig sei. Das Substrat mit dem Pilz-Saatgut muss, nachdem es den Trockenraum verlässt, sofort auf 14 Grad heruntergekühlt werden, kann nur dann gut wachsen. "Das müssen wir bis zum Sommer erledigt haben, sonst haben wir ein großes Problem", so Produktionsleiter Alex Baier.

Eine bessere Lüftung soll den Ertrag steigern. "Die Investitionen werden im hohen fünfstelligen bis niedrigen sechstelligen Bereich liegen", so EEH-Geschäftsführer Thomas Schmidt. Mit der Verbesserung der Produktionsbedingungen soll im Herbst die Produktion von drei auf monatlich etwa sechs Tonnen gesteigert werden. "Dafür wollen wir neue Kunden akquirieren und die Abgabemengen an bestehende Kunden erhöhen", sagt der Marketingverantwortliche Robert Rys. Abnehmer sind derzeit Rewe-Märkte in Österreich und Dresden, Globus in Hoyerswerda und Löbichau oder der Fruchtexpress Altenburg.

Lausitzer Rundschau vom 09. April 2013